Hurra, EU-Wahl!

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Nein, ich werde jetzt nicht kommen mit "wähle dieses" oder "wähle jenes". Ich möchte aufzeigen, wen man warum nicht wählen sollte - wobei ich keine Parteien erwähnen möchte. Es ist mehr generisch ...

Eigentlich ist es nicht so wichtig wen man wählt, es ist viel wichtiger, wen man nicht wählt!

Extreme

Ob nun extrem links oder extrem rechts. Das Wort "extrem" zeigt schon die Richtung an: nichts gemäßigtes. Auf dem Weg zu "ihren" Zielen machen sie auf Dauer keinen Unterschied zwischen Freund und Feind: allein ihr Ziel und sie selbst zählen. Beweise dafür gab es in der Geschichte genug. Und auch aktuell zeigt es sich leider mal wieder. Daher leider unwählbar.

Separatisten

Und damit sind nicht nur diejenigen gemeint, die sich innerhalb eines einzelnen Staates von der Mehrheit trennen wollen, sondern auch diejenigen, die sich aus der Staatengemeinschaft trennen wollen. Großbritannien hat es vorgemacht und es klappt ja auch wirklich toll. Nicht.
Muss man doch eigentlich nicht wirklich lang erklären, dass wenn jeder versucht seine eigenen Regeln zu machen und alleine klar zu kommen, dass das nicht klappt.
Ja, Gemeinschaft erfordert Regeln und Kompromisse. Aber das ist immer noch besser als keine Gemeinschaft.

Nationalsozialisten

Es spricht ja prinzipiell nichts dagegen, seine eigenen Ziele, Bedürfnisse und Wünsche nicht aus den Augen zu verlieren. Es wird von niemandem verlangt, altruistisch zu leben.
Wer das allerdings ausschließlich egoistisch unterwegs ist ... Naja, muss man auch nicht lang erklären, auch da reicht ein Blick in die Geschichtsbücher.

Populisten

"Große Klappe - nichts dahinter." Vor allem, wenn jemand einfache Lösungen verspricht muss man vorsichtig sein. Denn - so hart das jetzt auch ist - einfache Lösungen gibt es in der Politik nicht. Wie auch? Millionen, ja Milliarden von Menschen unter einen Hut bekommen ist nicht einfach. Es ist in Grenzen möglich, aber eben nicht einfach.
Denn wäre es einfach, dann wäre es ja schon längst umgesetzt worden.
Und alle, die behaupten, sie hätten eine einfache Lösung: warum habt ihr sie dann noch nicht umgesetzt? Ganz einfach: weil sie in Wirklichkeit auch keine einfache Lösung haben. Sie haben halt nur eine "große Klappe - und nichts dahinter"!
Apropos: was ist eigentlich aus den ganzen Populisten Großbritanniens geworden? Es ist so fürchterlich still um sie geworden, sie haben sich lange nicht mehr zu Wort gemeldet. Wäre doch schön, wenn sie mal kommentieren würden, was sie da angerichtet haben.

Was bleibt?

Ganz einfach: alles Andere! Aus dem, was übrig bleibt wenn man die oben genannten ignoriert, ist wählbar. Und aus denen sollte man sich aussuchen, was einem am besten gefällt.

Ich persönlich werde auch so wählen, demokratisch und pro-europäisch. Trotz dessen dass ich nicht mehr ganz sooo jung bin, bin ich doch zu alt, um die schlechten Zeiten mitgemacht zu haben. Ich weiß nur, dass die letzten Jahre in Europa zu den besten Jahren jemals gehören. Das ist nun einmal so, auch wenn immer noch nicht jeder einen Ferrari vor der Türe stehen hat, es immer irgendwelche Leute gibt, denen es besser geht und auch, wenn man mal im Wartezimmer vom Arzt warten muss anstatt sofort behandelt zu werden.
Es gibt Demokratie und freie Wahlen. Es gibt die Freizügigkeit zu reisen wann und wohin man will. Die Versorgung ist gut, es gibt ein Gesundheitssystem, die Regale in den Supermärkten sind eigentlich immer voll, ...
Das ist keine Selbstverständlichkeit in dieser Welt. Und auch wenn es einige, wenige gibt, die es noch besser haben: uns geht es doch nicht wirklich schlecht.

EU-Wahl?

Man sollte niemals vergessen, dass Menschen schon seit Jahrhunderten dafür gekämpft haben und gestorben sind um wählen zu können, während viele heutzutage dieses erkämpfte Recht aus Faulheit nicht nutzen.

Und wenn man sich fragt, ob es einem schlecht geht, dann sollte man wählen (siehe oben), damit sich etwas verbessert. Denn:

Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof stehen und auf ein Schiff zu warten.

Und wenn es einem gut geht, sollte man wählen gehen (siehe oben), damit es so bleibt.
Daher: wir sehen uns am Sonntag im Wahllokal!

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