Zusammenfassung

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Ein paar Worte zum Urlaub ... verlängertem Wochenende.

Landschaft

Fangen wir mit etwas positivem an: die Landschaft ist wirklich toll. Viel Landschaft. Viel schöne Landschaft. Und viel Platz dazwischen.

Radfahren

Man mag es kaum glauben, aber manchmal war ich nicht sicher, ob ich wirklich auf einem Radweg oder nicht doch der normalen Straße unterwegs bin.
Hin und wieder fährt man doch auf normalen Straßen, diese sind jedoch sehr häuft einspurig und wenig befahren. Wobei wenig befahren bedeutet, dass trotzdem eigentlich IMMER irgendwann jemand entgegen kommt.
Aber ansonsten: sehr viele, schöne, breite Radwege durch eine durchweg flache Landschaft.

Tour km
2023-03 Kurze Kultur- und Fototour 38,7
2023-10 Hollandsgatkreek Runde von IJzendijke 42,2
2023-11 Vrouwkenshoekkreek Runde von Waterland-Oudeman 44,9
Entdeckungstour Ijzendijke 17,8
Total 143,6

Hätte das Wetter keinen Strich durch die Rechnung gemacht, es wären deutlich mehr Kilometer geworden.

Das Radfahren hier so beliebt ist, wundert mich nicht. Ich habe auch eine Menge Rennräder und -gruppen gesehen. Was sich mir nicht erschließt, ist wieso jemand in einer solch flachen Landschaft mit vielen Geraden und einem Tempo von max. 70 bzw. 80 km/h überhaupt Motorrad fährt. Höchstens um von hier weg zu fahren.

Häuser

Die meisten Häuser in Flandern sind klein. Schon recht klein. Durch die für uns "komische Dachform" ist es jedoch möglich, die obere Etage als vollständige Wohnfläche zu nutzen, was bei einem Schrägdach nicht möglich wäre.
Alternativ dazu gibt es einige neuere Bauten in Flandern, die einen interessanten, aber eher ungewöhnlichen Baustil aufweisen. Dazwischen scheint es nichts zu geben.

Sieht man sich im Gegensatz dazu die Häuser in den Niederlanden an, so erscheinen Welten dazwischen. Deutlich aufwändiger gebaut, größer und schöner. Als Seefahrer wohl immer noch eine reichere Nation als andere. Vielleicht aber auch nicht ganz objektiv eine niederländische Stadt wie Ijzendijke mit der dörflichen Landschaft an der belgischen Grenze zu vergleichen.

Straßen

Die Straßen - zu mindestens in Flandern - sind sehr oft (zu mindestens die Strecken, die ich gefahren bin) einspurig. Also wirklich einspurig, nicht in jede Richtung einspurig. Kommt da mal ein landwirtschaftliches Fahrzeug (Traktor) entgegen, kann es schnell eng werden. Manchmal gibt es extra Ausweichbuchten, aber nicht immer.
Und die Straßen sind oft in einer besonderen Technik gemacht: nicht eine durchgängig asphaltierte Strecke sondern eher Platten, die aneinander gesetzt werden. Das scheint den Vorteil zu haben, dass diese Platten so konstruiert sind, dass es so gut wie keine Löcher entstehen. Dafür hat man beim Fahren (je nach Fahrzeug) ein "tak-tak" wie ein Zug beim Fahren über Schienen. Das konnte ich besonders gut in meiner Unterkunft hören: sie lag nah an einer Abbiegung. Von der Abbiegung beschleunigende Fahrzeuge machten ein "taaaak - taaak - taak - tak", während auf die Abbiegung zufahrende Fahrzeuge ein "tak - taak - taaak - taaaak" erzeugten ...

Lustiger Fun-Fakt am Rande: während auf Landstraßen in Flandern max. Tempo 70 herrscht, darf man in den Niederlanden mit max. Tempo 80 sinnbefreit rasen. Im Umkehrschluss darf man auf der flämischen Autobahn 120 km/h fahren, in den Niederlanden (tagsüber) wiederrum nur Tempo 100. Wer zwischen den beiden Ländern hin- und herfährt sollte immer gut wissen, wo er sich gerade befindet, sonst wird es teuer!

Ich komme mir ein bisschen verarscht vor

In der Zeit in der ich vor Ort bin vs. die Woche danach. So ein bisschen wie bei Krimis im Fernseher "Gutes Wetter - schlechtes Wetter". Oder so ähnlich ...

Sicherheit Straßen Belgien (Flandern) ...

Gerade in Belgien gibt es eine meiner Meinung nach omnipotente Kameraüberwachung, vor allem der Straßen. Selbst auf den letzten Metern an der Grenze zwischen Belgien und den Niederlanden war noch eine Kamera zur Verkehrsüberwachung installiert.
Das erzeugte bei mir jedoch kein Gefühl der Sicherheit, eher das Gegenteil: die Kombination der hohen (finanziellen) Strafen zuzüglich der massiven Kameraüberwachung erzeugte eher das Gefühl, dass man nur darauf ist, dass ich einen Fehler mache um dann damit die Staatskasse auf zu bessern die ordnungsgemäße Situation auf der Straße wieder her zu stellen. 50, 60, 70 im häufigen Wechsel, natürlich nur um die Sicherheit punktgerecht für jede Einfahrt, jede Kreuzung und jeden Kreisverkehr um zu setzen. Verwirrungen kommen da nicht auf. Da war doch vom Wechsel von der einen auf die andere Straße kein weiteres Schild mehr, oder?
Es würde ja eines von beiden reichen: eine fast vollflächige Überwachung oder hohe Strafen. Beides in Kombi hat eher ein Geschmäckle.

Ich habe übrigens mal versucht zu recherchieren, ob Flandern eine um so vieles bessere Unfallquote als andere Regionen oder Länder haben. Nope. Bis zur "Vision Zero" in Flandern ist es also noch ein weiter Weg. Oder wie Helmut Schmidt sagte ...

Fun-Fakt nebenbei: es war mein erster Urlaub mit Linux MINT (also ohne Windows). Klappte ohne Probleme!

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