Sommer, Winter, vor, zurück, Hü, Hot

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Ähh ... vor oder zurück? Wer es sich nicht merken kann, merkt es sich mit den Sommermöbeln: im Frühjahr werden sie VOR das Haus GESTELLT, im Herbst werden sie ins Haus ZURÜCK GESTELLT.

Ursprünglich wurde die Sommerzeit eingeführt, um Energie zu sparen. Doch man hat festgestellt, dass Energie, die morgens nicht verbraucht wird dann abends benötigt wird und umgekehrt.

Wenn also keine Energie gespart wird, warum dann noch daran festhalten? Schließlich gibt es neben dem Aufwand (alle Uhren umstellen) auch noch Probleme: einige Systeme verkraften es z. B. ganz gut, wenn die Uhrzeit vorgestellt wird. Wird die Uhrzeit jedoch zurückgestellt, gibt es eine Datum/Uhrzeit Kombination zweimal - eine Situation, die eigentlich nicht auftreten kann!? Das kann z. B. Protokolle bei Computern zur Fehlersuche zu Problemen führen. Wann trat der Fehler denn nun wirklich auf?
Oder auch die Bahn: da muss ... ach, egal. Die sind sowieso nicht pünktlich.

Es gibt auch noch das Argument der "Normalzeit" (Winterzeit). Und wenn das "normal" ist, dann ist alles andere "unnormal" - und das darf nicht sein. Mittag wird gegessen, wenn 12 Uhr ist - und das hat immer dann zu sein, wenn die Sonne am höchsten Punkt am Himmel steht. Basta.
Aber was ist schon normal? Normal war es früher ja auch die Nachbarn zu fressen, was inzwischen dann doch nicht mehr so gerne gesehen wird.
Übrigens Essen: mein Magen orientiert sich beim Thema "Hunger" daran, wann ich wie viel und was zuletzt gegessen habe und nicht ob die Sonne am höchsten Punkt des Himmels steht. Egal ob es Rotkohl gibt oder die Nachbarn.

Auch ich war früher tatsächlich für nur eine Zeit - für mich hätte es die Sommerzeit sein sollen. Wer möchte nicht ständig Sommer um abends möglichst lange die Helligkeit nutzen zu können, um lange Pedelec oder Motorrad fahren zu können? Und was interessiert es mich, ob die Sonne scheint, wenn ich morgens um 6.30 Uhr im Büro sitze? Während der Bürozeit kann ich das Wetter eh nicht nutzen!

Inzwischen sehe ich es jedoch anders. Und nicht nur ich. Denn es gibt Länder die sagen, wenn wir fix (Sommerzeit oder Winterzeit) nehmen, dann ist es bei uns im schlimmsten Fall erst morgens ab 10-11 Uhr hell. Andere sagen: bei uns wird es dann im schlimmsten Fall schon ab 14-15 Uhr dunkel. Und wer hat Recht? Beide!

Man muss sich klar sein, dass vor allem die Länder, die extrem weit nördlich oder südlich liegen, bzw. östlich oder westlich am Rande der Zeitzone bei einer fixen Zeit ohne Umstellung jeweils ein halbes Jahr lang Nachteile haben werden. Oder ein halbes Jahr Vorteile - je nach Blickweise.

Und dieser Effekt trifft auch Deutschland zu, wenn auch auf Grund seiner geographischen Lage (Zentraleuropa) deutlich weniger. Denn: am Äquator beträgt der Unterschied zwischen Sommer und Winter nur wenige Minuten. An den Polen viele Stunden. In beiden Regionen ergibt eine Stunde Zeitverschiebung keinen Sinn. Wohl aber in der Zone dazwischen.

Warum also nicht doch die Zeit je nach Sommer und Winter ein wenig verschieben, damit "Licht" möglichst gleichmäßig tagsüber verteilt ist? Ob es nun "Normalzeit" heißt oder nicht?

Ja, und dann sind da ja auch noch diejenigen, die als Argument gegen die Umstellung anbringen, dass die eine Stunde Umstellung sie wochenlang zurückwerfen würde. Aber jetzt mal ehrlich: ich kann das nicht verstehen. Wer ist nicht schon mal länger bei einer Feier aufgeblieben - sogar länger als eine Stunde? Oder einfach mal eine Stunde früher ins Bett gegangen um zu schlafen? Und: nein, das geht dann nicht jeden Tag nach der Umstellung um eine Stunde. NACH der Umstellung ist es von morgens 8 bis zum nächsten Tag 8 Uhr wieder 24 Stunden. Immer!

Es war eigentlich doch schon immer so: die einzige Konstante ist die Änderung.

EDIT: auch ein guter Vorschlag (in einem Forum gelesen): um die permanente Umstellung zu vermeiden (+-1 Stunde) einfach die permanente Uhrzeit auf eine halbe Stunde zwischen den beiden Uhrzeiten stellen und nicht mehr umstellen.

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