Radeln wie Gott in Frankreich

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Urlaub - endlich mal wieder nach Frankreich. Ja, ja. Ich wollte nicht mehr nach Frankreich, jedoch geht es ja dieses Mal nicht um Motorradfahren, sondern um das Pedelec.
Außerdem: es gibt ja kein generelles Tempo 80 mehr in Frankreich. Manche Regionen sind zu Tempo 90 zurückgekehrt ...

Ziel war eine Unterkunft in Blois, die - zu mir - passender nicht sein könnte: ein Appartement in einer ehemaligen Schokoladenfabrik: Poulain!
Doch vor dem Spaß haben die Götter die Anfahrt gesetzt. Und die war mit knapp 712 km leider nicht "mal eben": 10 Stunden dauerte die Fahrt. Geschuldet der Tatsache, dass eben ~700km Strecke zu bewältigen waren und dass ich mit Träger und Rad am Heck nicht schneller als 110-120 fahren wollte.

3 ordentliche Staus konnte ich mitnehmen. Der erste war auch nur mehr als konsequent: anfänglich 3 Spuren gab es einen Stau, weil die Autobahn sich auf ... 3 Spuren verkleinerte. Nichts, kein Grund. Kein Unfall, keine Baustelle, nichts. 3 Spuren, alles steht, auf einmal geht alles wieder.

Der zweite Stau war schon deutlich sinnvoller: 3 Spuren auf 2 Spuren, auf eine Spur. Allerdings nur, um von der Autobahn herunter zu führen, die Abfahrt führte in das nächste Dorf, wo dann alle im ersten Kreisverkehr drehen durften um dann zurück zur Autobahn zu fahren, wo alle dann auf den Zubringer derselben Autobahn fahren durften! D. h. runter von der Autobahn, ins nächste Dorf, drehen und dann auf demselben Zubringer wieder auf die Autobahn. Die Autobahn war für ~100m gesperrt. Dafür gab es allerdings keinen Grund: auf den 100m (die man prima übersehen konnte): nichts! Kein Unfall, keine Baustelle, ... einfach 100m freie Autobahn ....
Erst der dritte Stau war ein Stau wegen einer Baustelle. Da ist man inzwischen ja schon dankbar, wenn es wenigstens einen echten Grund für einen Stau gibt.

Auch um Paris rum wurde es dann noch einmal zähfließend, vor allem, weil die geplante "um Paris rum" Tour auf einmal durch eine Tempo 30 Zone führte. Gut, dass ich mir die Crit'Air (französische Umweltplakette) geholt hatte, auch wenn sie auf dem ursprünglich geplanten Weg nicht nötig gewesen wäre. Man weiß ja nie, wo auf einmal sich einem eine Umweltzone in den Weg stellt.

Letztendlich war der Tag dann auch schon rum: Ankunft, Moment Pause, auspacken, ab in die Stadt zur Nahrungsaufnahme und den Abend draußen in der kühlen Nacht ausklingen lassen.

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